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Altes E-Werk, Nierstein, 29. April 2017

Endspurt der vergessenen Söhne, der letzte Gig vor unserer - zugegebenermaßen relativ langen - Sommerpause. Die Fahrt führt heute nach Nierstein, ein kleines Städtchen im Landkreis Mainz-Bingen, wo sich Belinda und Peter mit ihrem Musik- und Kulturclub in den letzten Jahren fest etabliert haben. Nicht dabei bei unserem dritten Konzert in dieser Location ist der sechste vergessene Sohn, unser Techniker Jens. Glücklicherweise konnten wir uns im Vorfeld die Dienste des E-Werk Haustechnikers Timo sichern, den wir bis dato zwar nicht kennen, der aber bestens mit der Anlage vor Ort vertraut ist.

Der Auftritt überschneidet sich zu meinem Leidwesen mit dem vorletzten Heimspiel der Lilien in der Bundesliga. Schon bitter, nicht im Stadion dabei sein zu können, aber die Musik geht nun einmal vor. Also setze ich mich um kurz nach halb vier schweren Herzens ins Auto und verfolge die Partie im Radio. Nicht einmal 60 Minuten später bin ich in Nierstein und die Lilien führen zu dem Zeitpunkt mit 2:0 gegen Freiburg! Vor dem E-Werk steht bereits Jürgen´s Auto, und im Club angekommen, staune ich nicht schlecht, denn das Schlagzeug ist schon komplett aufgebaut und wird gerade von Timo verkabelt. Um kurz nach fünf sind alle vor Ort und wenig später geht es bereits mit dem Soundcheck los. Timo versteht ganz offensichtlich sein Handwerk, das zeigt sich sehr schnell, was natürlich auch mit daran liegt, dass er das Equipment kennt. Um kurz nach 18 Uhr ist das Thema abgehakt, alle sind soweit zufrieden. Unsere In-Ear Fraktion, bestehend aus Robert und Jürgen, ist ohnehin immer auf der sicheren Seite, während Steffen, Nico und meine Wenigkeit beim Monitorsound in der Vergangenheit schon die eine oder andere Überraschung erlebt haben.

Wir ziehen uns Backstage zurück. Der Raum ist direkt aus dem Saal über eine Treppe zu erreichen, dort deponieren wir aber vor allem unsere Taschen, Cases und Klamotten. Die Musiker halten sich im E-Werk in erster Linie in der Küche auf, wo es schon nach Wurst riecht, traditionell das Musikeressen. In einem großen Topf dümpeln Fleisch- und Rindwürstchen vor sich hin und warten auf ihren Verzehr. Der Kühlschrank ist prall gefüllt. Statt einer “Stadion-Paprikawurst” am Böllenfalltor steht heute also eine Fleischwurst auf dem Speiseplan. Dafür genehmige ich mir aber gleich zwei Exemplare samt Laugenstange und Bier. Zwischenzeitlich haben wir erfahren, dass im Vorverkauf 27 Tickets abgesetzt wurden, wobei uns Peter beruhigend versichert, das sei für hiesige Verhältnisse eigentlich schon gut. Wir versuchen, dieser Aussage Glauben zu schenken. Die Zeit zwischen Aufbau, Soundcheck und Konzertbeginn kann sich mitunter ganz schön ziehen, vor allem, wenn sich beim einen oder anderen Müdigkeit einstellt. Letztere kann nicht wirklich aufkommen, denn die Raumtemperatur sorgt dafür, dass man eigentlich immer etwas in Bewegung bleibt. Aber wir wissen aus der Vergangenheit, dass Peter und seine Frau Belinda nicht viel von überheizten Räumen halten. Uns erwärmt die Tatsache, dass kontinuierlich Gäste in das E-Werk strömen.

Um 20:30 Uhr ist Showtime. Nach einer kurzen Ansage von Belinda betreten wir die Bühne und blicken auf einen gut gefüllten Saal. Die Prophezeiung von Peter bewahrheitet sich also. Im ersten Set gibt es an der einen oder anderen Stelle innovative musikalische Beiträge, die in der Form nicht geplant sind. Aber diese wenigen Überraschungen meistern die vergessenen Söhne ohne größere Kollateralschäden. So verlassen wir nach etwas mehr als einer Stunde unter Beifall die Bühne. In der viertelstündigen Pause entfacht Steffen aus gegebenem Anlass wieder die In-Ear Diskussion, da er die Gitarre auf der Bühne teilweise nicht hören konnte, was zweifelsohne nicht die besten Voraussetzungen sind, um eine vernünftige Performance abliefern zu können. Die Feinjustierung der Monitorlautstärke ist immer wieder ein Thema. Es macht eben einen Unterschied, ob der Saal leer oder voll ist. In der Sommerpause werden wir uns intensiver mit der Materie auseinandersetzen und ein paar Euros investieren müssen, damit diese technischen Unzulänglichkeiten endlich der Vergangenheit angehören.

Pünktlich um 22 Uhr geht es mit Set 2 weiter, das bei uns die Aufführung des Misplaced Childhood Albums ist - in voller Länge, vom ersten bis zum letzten Ton. Erstaunlicherweise vergehen diese rund 45 Minuten fast wie im Flug. Allerdings zahlt sich auch aus, dass wir inzwischen vor diesem Album immer eine Pause einlegen. In der Vergangenheit spielten wir mitunter das komplette Programm ohne Verschnaufpause und waren dann buchstäblich immer am Ende, im wahrsten Sinne des Wortes. Inzwischen haben sich zwei Sets etabliert. Das gibt uns, aber auch dem Publikum, die Gelegenheit, etwas durchzuatmen. Am Ende des offiziellen Programms ist es wie immer, auch wenn das möglicherweise etwas arrogant klingt: Das Publikum ist begeistert.

Runter von der Bühne. Backstage nehmen wir schnell den einen oder anderen Schluck zu uns, dann schicken wir Jürgen zurück auf die Bühne, der dem Publikum mit einem kleinen Drum-Solo die Wartezeit verkürzt. Die spontane Idee, uns zunächst unters Publikum zu mischen, während Jürgen weiter sein Schlagzeug malträtiert, verwerfen wir wieder und kehren zurück auf die Bühne. Mit dem musikalischen Nachschlag, bestehend aus Forgotten Sons, Fugazi, Garden Party und Market Square Heroes, endet das letzte Konzert unserer “Herbst/Winter/Frühjahr-Tour 2016/2017”, die uns tolle Momente beschert hat, die lange in Erinnerung bleiben.

Musicclub Fabrik, Bruchsal, 21. April 2017

Zum Pitt, Bocholt, 01. April 2017

Musiktheater REX, Bensheim, 11. März 2017

Yard Club (Die Kantine), Köln, 4. März 2017

Harmonie, Bonn, 27. Januar 2017

colos-saal, Aschaffenburg, 20. Januar 2017

 

Dudelsack, Bad Kreuznach. 3. Dezember 2016

Kulturlant, Grafschaft, 5. November 2016

Zeche, Bochum, 6. Mai 2016

Musiktheater REX, Bensheim, 23. April 2016

Altes E-Werk, Nierstein, 27. Februar 2016

Harmonie, Bonn, 2. Januar 2016

 

Irish House, Kaiserslautern, 12. Dezember 2015

Dudelsack, Bad Kreuznach, 5. Dezember 2015

Saal 51, Calw, 21. November 2015

”Rock im Foyer”, Stadthalle Kleve, 25. April 2015

Musiktheater REX, Bensheim, 18. April 2015

Kubana, Siegburg, 28. März, 2015

Yard Club (Die Kantine), Köln, 7. März 2015

Heiligen Mühle, Erfurt, 24. Januar 2015

 

Altes E-Werk, Nierstein, 13. Dezember 2014

The Studio Lounge, Untertrubach, 12. April 2014

Musiktheater REX, Bensheim, 29. März 2014

Kubana, Siegburg, 15. März, 2014

 

Yard Club (Die Kantine), Köln, 29. November 2013

Hajos, Rüdesheim, 22. November 2013

Gaststätte Dahlmann, Lüdenscheid, 8. Juni 2013

Musiktheater REX, Bensheim, 26. April 2013

Kubana, Siegburg, 2. März, 2013

Alte Piesel, Künzell-Dirlos, 2. Februar 2013

 

Dudelsack, Bad Kreuznach, 5. Mai 2012

Musiktheater REX, Lorsch, 21. April 2012

Beavers, Miltenberg, 15. April 2012

 

(Premiere im) Musiktheater REX, Lorsch, 22. Oktober 2011

 

 

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